Europäische Nachbarschaft stärken
PolenMobil zu Gast am Arnoldinum
Was kann man tun, um die Beziehungen zu seinen europäischen Nachbarn zu verbessern? Mit dieser in der aktuellen Lage besonders wichtigen Zukunftsfrage beschäftigt sich der Europakurs der Stufe 10 am Arnoldinum.
„Hallo und cześć“, begrüßt Ida Reich den Kurs, während ihr Kollege Kaspar im Hintergrund noch Material sortiert und die Präsentation startet. Sie sei hier, um den Schülerinnen und Schülern Polen näherzubringen, die Sprache vorzustellen und bietet auch gleich das Du an. Sie selbst sei mit zwei Sprachen aufgewachsen, also Polnisch und Deutsch, und die Schüler sollten gerne einmal sagen, ob sie einen Akzent habe.
Das klinge doch auf jeden Fall nach einem polnischen Akzent, bemerkt ein Schüler sehr freundlich. Andere stimmen zu. Ida stellt lächelnd fest, das habe ihr noch nie jemand gesagt und auch Kurslehrerin Andrea Heming ist amüsiert. Denn Ida spricht astreines Schwäbisch. Dieser Besuch des PolenMobils ist auf jeden Fall eine gute Idee, ist die Lehrerin überzeugt: Neun Nachbarländer hat Deutschland und nicht alle sind den Schülerinnen und Schülern durch persönliche Besuche und Kontakte so vertraut wie beispielsweise die Niederlande oder Frankreich. Einen niederländischen Akzent, und ganz sicher einen französischen, hätten sie bestimmt erkannt.
Da trifft es sich gut, dass die Teamer des PolenMobils mit einem Koffer voller Material vorbeikommen, der unter anderem eine große Karte enthält, die zu Vergleichen zwischen den beiden Ländern einlädt. Ob jemand Menschen aus Polen kenne? Wenig überraschend, dass als erstes der Name Lewandowki fällt. Dass aber auch der Sänger Mark Forster einen polnischen Hintergrund hat, ist vielen neu. Die Teamer haben eine Aufnahme dabei, auf der er ein polnisches Weihnachtslied singt. Jetzt sind die Arnoldiner selbst gefragt. Es werden erste kleine Gespräche auf Polnisch eingeübt.
Ein kleiner Einblick in die nicht immer einfachen polnisch-europäischen Beziehungen rundet den Besuch ab. Dazu werden einige Karikaturen unter die Lupe genommen und dann ist die Doppelstunde auch schon vorbei. Danke, dziękuję und bis zum nächsten Mal!
Das PolenMobil ist ein Projekt des Deutsch-Polnischen Instituts in Darmstadt und weiterer Organisationen und Stiftungen, die sich für die deutsch-polnischen Beziehungen und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen. Der Besuch ist für Schulen kostenlos.






