Fahrtenprogramm
30 Jahre Rappershausen - ein besonderes Jubiläum
Eine ganz besondere Klassenfahrt feierte in diesem Jahr ein rundes Jubiläum: Zum 30. Mal ging es für Schülerinnen und Schüler des Arnoldinum ins unterfränkische Rappershausen in der Rhön. Initiiert wurde die Fahrt einst von unserem ehemaligen Lehrer und langjährigen Fahrtenleiter Wulf Kickhäfer. Über viele Jahre prägte er die Rappershausenfahrt und machte sie zu einer festen Tradition des Arnoldinum. Inzwischen hat Oliver Schomaker die Fahrtenleitung übernommen und führt diese besondere Tradition weiter.
Bis heute hat die Fahrt einen ganz eigenen Charakter: Mountainbiken, Gemeinschaft und Theater gehören untrennbar zusammen.
Während der Fahrt studieren jeweils zwei Klassen gemeinsam ein Theaterstück ein. Dafür wird intensiv geprobt, gespielt, getanzt und gesungen. Als Ausgleich geht es immer wieder aufs Mountainbike. Auf den Rädern erkunden die Schülerinnen und Schüler die reizvolle und hügelige Landschaft rund um Rappershausen.
Ein besonderes Erlebnis ist dabei die Fahrt über die ehemalige innerdeutsche Grenze. Wo einst ein streng bewachter Todesstreifen die beiden deutschen Staaten voneinander trennte, fahren die Schülerinnen und Schüler heute mit ihren Fahrrädern über die frühere Grenze. Geschichte wird so ganz unmittelbar erfahrbar.
„Abenteuer im Radulfswald“
Eine Woche nach der Rückkehr aus Rappershausen und nach weiteren Proben war es am vergangenen Donnerstag schließlich so weit: Der Rappershausenabend stand auf dem Programm. In der gut gefüllten Aula präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihr diesjähriges Stück „Abenteuer im Radulfswald“.
Die Geschichte entführte das Publikum in eine Welt voller Räuberbanden, Abenteuer und verborgener Gefahren. Im Mittelpunkt steht die junge Räubertochter Rike, die sich mit Erik, dem Sohn der verfeindeten Svensbande, anfreundet. Eine Freundschaft zwischen den beiden scheint eigentlich unmöglich – schließlich stehen ihre Familien einander feindlich gegenüber. Doch Rike und Erik lassen sich davon nicht aufhalten. Gemeinsam erleben sie spannende Abenteuer und müssen Mut beweisen, Gefahren überwinden und schließlich für ihre Freundschaft einstehen.
Inspiration für die Geschichte lieferte eine bekannte skandinavische Räuber- und Abenteuergeschichte. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten daraus ihre eigene Bühnenfassung mit neuen Figuren und einer eigenen Handlung.
Auf der Bühne gab es dabei jede Menge zu sehen: Sprechtheater, Gesang und akrobatische Tanzeinlagen wechselten sich ab. Vor allem aber war den jungen Darstellerinnen und Darstellern anzumerken, wie viel Freude ihnen die gemeinsame Arbeit gemacht hatte.
Das Publikum dankte es ihnen mit tosendem Applaus und forderte gleich mehrere Zugaben. Die wurden natürlich gerne gewährt.
Damit fand die 30. Rappershausenfahrt ihren krönenden Abschluss – und einmal mehr wurde deutlich, was diese besondere Fahrt seit drei Jahrzehnten ausmacht: Gemeinsam etwas erleben, Grenzen erfahren, Neues ausprobieren und am Ende zusammen auf der Bühne stehen.













