Gymnasium Arnoldinum  
 
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Die Hohe Schule zu Burgsteinfurt

Die Gründung der Hohen Schule zu Burgsteinfurt hängt eng zusammen mit der Erziehung und Ausbildung ihres Gründers, des Grafen Arnold IV.

Arnold, der 1554 geboren wurde, schon im achten Lebensjahr seinen Vater verlor und am Hof des Herzogs von Jülich erzogen wurde, verließ mit sechzehn Jahren Jülich und begab sich auf die Akademie von Straßburg, wo er Theologie und die Rechte studierte. Hier fand er in Organisation und Lehre der Anstalt die Anregung, die später für die Gründung des Arnoldinums wichtig wurde.

Die Schulorganisation der Bildungsanstalt in Straßburg, 1538 von Johann Sturm als Akademie begründet, 1621 als Universität anerkannt, war bestimmt von der Vereinigung von gymnasialen und akademischen Studien, die später in allen calvinistisch reformierten Ländern Nachahmung fand. In der ersten Abteilung, der schola classica, erhielten die Schüler bis zu neun Schuljahre lang eine schulmäßige Ausbildung, in der zweiten Abteilung, der schola publica, eine etwas freiere Weiterbildung in Vorlesungen, nach Fakultäten gegliedert.

Nach Straßburger Modell wurden als reformierte Schulen gegründet Neustadt an der Hardt, Herborn, Bremen, Zerbst und auch Steinfurt. Im 17. Jahrhundert kamen Marburg, Frankfurt a. d. Oder, Hanau, Duisburg, Hamm und Lingen hinzu.

Es handelte sich bei diesen Gründungen nicht um eigentliche Universitäten, sondern man nannte sie ‘Gymnasium Academicum’, ‘Gymnasium Illustre’ oder ‘Hohe Schule’. Die Universitäten hatten das kaiserliche, früher päpstliche Privileg, akademische Grade, den Magister- und Doktortitel, verleihen zu können. Für die kleineren Fürstentümer war es unmöglich, dieses kaiserliche Privileg zu erhalten und eine Landesuniversität zu gründen. Die rechtliche Stellung besagte aber noch nichts über die Güte und Bedeutung einer Akademie oder Universität. Es gab kleine, unvollständige Universitäten und daneben angesehene, mit bekannten Professoren besetzte Akademien. In der Regel war es an den Akademien so, dass jede Fakultät nur mit einer Professur ausgestattet war.

Nach Beendigung seiner akademischen Ausbildung wurde Graf Arnold 1572/73 in die Heimat nach Burgsteinfurt zurückgerufen, wo er bald die Regierung von seiner Mutter übernahm. Nach endgültiger Durchführung der reformierten Kirchenverfassung 1588, der Graf selbst hatte schon 1575 das reformierte Bekenntnis angenommen, wurde 1588 in Schüttorf eine Lehranstalt gegründet. Dieses Jahr gilt also als Gründungsdatum des Arnoldinums. - Das 100-jährige Jubiläum wurde aber 1693 gefeiert. - Ostern 1591 wurde diese Schule wegen der Einfälle feindlicher Truppen nach Steinfurt verlegt.

Die ursprünglich sieben Klassen der Schule, der gymnasiale Zweig, wurden auf sechs reduziert, und es wurde erst jetzt die Akademie hinzugefügt, so dass von nun an das akademische Gymnasium erst voll eingerichtet war. Dennoch dauerte es noch einige Zeit, bis besonders durch die Einrichtung des akademischen Senats die Hohe Schule als Institution selbständige Rechte bekam.

Es gab vier Professoren für die Fächer Philosophie, Theologie, die Rechte und für Medizin. In der Anfangszeit hatte die Steinfurter Akademie eine vorherrschend philosophisch-theologische Ausrichtung, nach dem Dreißigjährigen Krieg bekam die Jurisprudenz ein Übergewicht. Über die Medizinerausbildung lässt sich am wenigsten sagen.

Wichtig für die philosophische Ausrichtung der Steinfurter Akademie war die Festlegung auf die Philosophie des Petrus Ramus, Ramismus genannt, was eine ausdrückliche Bestimmung war, die bis 1644 Gültigkeit hatte. Danach herrschte die Philosophie Decartes’, der Cartesianismus. Religiöse Basis der Schule war die Ausrichtung am reformierten Bekenntnis des Calvinismus.

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