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145 Aphorismen von Karl Döhmann

[ 1] MAI 1945 - :
ARMISTITIUM –
IURISTITIUM –
MENTISTITIUM – :
OMNISTITIUM.



[ 2] Dem Skeptiker wird der KATEGORISCHE IMPERATIV
zum HYPOTHETISCHEN OPTATIV.



[ 3] Die passende Anrede GOTTES für einen theistischen
Kantianer wäre :
''Ew. TRANSZENDENZ!''



[ 4] Ein Gespenst wäre anzureden mit :
''Ew. TRANSPARENZ!''



[ 5] Es wäre immerhin besser gewesen, wenn ein
MYTHOS DES XIX. JAHRHUNDERTS die
GRUNDLAGEN DES XX. JAHRHUNDERTS
abgegeben hätte.



[ 6] Das XIX. Jahrhundert sah mehr als jedes andere
seine eigenen Mängel - : es hatte SELBSTKRITIK.
Das XX. Jahrhundert hatte bisher für seine viel
grösseren Mängel keinen Blick; in weiten Ge-
bieten verbot es seine eigene SELBSTKRITIK
in statu nascendi.



[ 7] Auch die grössten bisherigen Leistungen des
XX. Jahrhunderts sind Fortsetzungen im Geiste
des XIX.



[ 8] Man soll sein Jahrhundert nicht überschätzen.



[ 9] Qui veut RADICALISER une chose
n'aboutit souvent qu’à la RIDICULISER.



[10] Das HOHE PFERD, auf dem einer sitzt,
ist das FALSCHE PFERD, auf das er gesetzt hatte.



[11] Erst die M o n o p o l s t e l l u n g ver-
hilft jeglicher Weltanschauung zu ihrer
vollen Gemeingefährlichkeit.



[12] Der zum FARBE-BEKENNEN Gezwungene bekennt
gewöhnlich doch nur SCHUTZFARBE.



[13] Die MACHT ist etwas viel zu Kategoriales, als dass
ein Ermächtigter nicht Erhaltung und Mehrung
der erlangten Macht für viel wichtiger ansähe
als den Zweck, zu dessen Erreichung andere
ihm die Macht übertrugen.



[14] "ABUSUS NON TOLLIT USUM" –
- immo vero
USUS TOLLIT ET SANAT ABUSUM.



[15] Der MENSCH ist ein Wesen, das keinen noch so
vernünftigen und heilsamen RAT befolgt
und jeden noch so idiotischen und verderbli-
chen BEFEHL ausführt.



[16] In ihren Köpfen ist
entweder BENGALISCHE BELEUCHTUNG
oder ÄGYPTISCHE FINSTERNIS, -
aber keine LATEINISCHE KLARHEIT.



[17] Das dem EINZELMENSCHEN erreichbare und von ihm
vielfach erreichte Niveau ist das höhere!
"Autoritäten" können die Collectiva daher
für den Einzelmenschen, - zumindest für den
entwickelteren, - nicht sein.



[18] Die Politik zieht gerade den dafür unerwünschtesten
Menschentyp ganz besonders an.



[19] Der Tyrann lebt im Grunde von der illusionären
Macht-Partizipation seiner Anhänger und zahlt
mit den ihnen überlassenen aggressiven Anteilen.



[20] Wichtiger, als dass überhaupt etwas geschieht,
ist, dass gewisse Dinge nicht geschehen.



[21] In den sauren Apfel - oder ins Gras beissen - :
- der Nähr- oder Genusswert ist fast derselbe.



[22] Mit der BIERRUHE kommt man weiter als mit
dem BIEREIFER.



[23] STAATEN
sind die Böcke, die die Völker zu ihren
Gärtnern gemacht haben.



[24] Das wirklich ganz grosse Unheil wird nicht von
den ICHsüchtigen, sondern von den WIRsüchtigen
angerichtet.



[25] Worin einer einmal ein Haar gefunden hat,
daran möchte er überhaupt kein gutes Haar
lassen.



[26] Wer hier ein SCHWARZES SCHAF ist, ist darum
anderswo noch kein WEISSER RABE.



[27] FREUD
verwandelte den STEIN DES ANSTOSSES
in den STEIN DER WEISEN.



[28] VENERIA NON SUNT VENERABILIA.



[29] Der Heuchler arbeitet mit einer Welt, wie sie
sein sollte, für eine Welt, wie sie ist.



[30] Wenn der einfache Mann im Politischen auch nur das
Mass von Vorsicht und Misstrauen aufwenden
wollte, das er im privaten und beruflichen
Alltagsleben selbstverständlich findet, -
dann wäre bereits die Gefahr politischen
Freiheitsverlustes abgewehrt.



[31] QUOT CAPITA - TOT NONSENSUS.



[32] PRIMUM NON DOCERE !



[33] In der Selbstbeobachtung sind Erwartungsgefühle,
die sich "bestätigen", wahrscheinlich Wünsche.



[34] Eine gute THEORIE muss alle TATSACHEN,
eine gute PRAXIS alle MÖGLICHKEITEN decken.



[35] GESCHICHTE - :
die Pseudomnesie der Menschheit.



[36] POLARITÄTS-PHILOSOPHIE - :
ΜΗΔΕΝ ΔΙΑ ΔΥΟΙΝ.



[37] Der eine liebt das ANTIQUARISCHE,
der andere hasst das ANTIQUIERTE
an derselben Sache.



[38] NOT lehrt beten
oder macht erfinderisch -
aber schwerlich beides zugleich.



[39] "La PATIENCE est l'art d'espérer. ''
(VAUVENARGUES, aph. 251)
- und umgekehrt :
L' IMPATIENCE est l’art de désespérer.



[40] "Dampf hinter die Weltgeschichte zu machen"
darf denen nicht gestattet sein, denen es
auf ein paar Kessel-Explosionen nicht ankommt.



[41] Kein PARADIS ARTIFICIEL kann über ein
ENFER ARTIFICIEL hinweghelfen.



[42] Besser ein MISTVERSTÄNDNIS als ein MISTGRIFF.



[43] Was einem schwant, ist oft wichtiger, als was
man sicher zu wissen glaubt.



[44] Ein Vierschrötiger,
qui est tiré à quatre épingles,
is often on pins and needles.



[45] EXISTENZIALISMUS
EXISTO - ERGO EXISTIMO.



[46] NANCYer SCHULE
QUAE CREDIMUS, EA NOLUMUS FRUSTRA.



[47] Das ADLERsche UNBEWUSSTE - :
ein PRESTIGE-PRESTIDIGITATEUR.



[48] Das UNBEWUSSTE WISSEN im BERNHEIM-Experiment - :
ΌΥΚ ΟΙΔΑ ΕΙΔΩΣ.
- die Umkehrung des Sokratischen ΟΙΔΑ ΟΥΔΕΝ ΕΙΔΩΣ.



[49] Die Entdeckung: "Ich verstehe die Welt nicht mehr!"
bedeutet in Wahrheit immer nur die Nicht-Entdeckung:
"Ich verstehe die Welt noch nicht!"



[50] Nach Bedarf
WELTABGEWANDT, WELTANGEMESSEN oder
WELTÜBERLEGEN
zu sein - : wer das könnte, der käme zurecht.



[51] Man muss das GLAUBEN aufheben, um für das WISSEN
Platz zu schaffen.



[52] NACHSICHT ist der bessere Teil der FEIGHEIT.



[53] Die Kultur-Entwicklung ist eine Mischung aus
VERTIEFUNG DES PRIMITIVEN und
VERFLACHUNG DES GENIAL-ARCHAISCHEN.



[54] Die g l o r i f i z i e r e n d e Tendenz in
der Geschichtsschreibung ist das sicherste
Mittel, um zu verhindern, dass die Menschen
das aus der Geschichte lernen, was wirklich
aus ihr zu lernen ist.



[55] GESCHICHTE als SINN-VERLUST des
(ansatzweise) SINNVOLLEN.



[56] Das MORALISCHE m i s s v e r s t e h t
sich immer von selbst.



[57] Kein Gefühl darf vor den dauernd nagenden Zweifeln
des Verstandes geschützt werden
(etwa durch Denk-Verbote und intellektuelle
Hemmungen);
hält es dem nicht stand, so hat es eben seinen
acid test nicht bestanden.



[58] Konzentrierteste "VORSEHUNG" - :
eigene VORSICHT und KLUGHEIT.
PRUDENTIA ist aus PROVIDENTIA kontrahiert.
Das Übrige ist wirksames Wohlwollen anderer oder
glücklicher Zufall.



[59] KOMMANDO :
"VERSTAND! - : STILLGESTANDEN!"



[60] Männer klittern die GESCHICHTE? -
Die Geschichte klittert sich selbst!
Der Historiker sollte sie e n t k l i t t e r n !



[61] Der "GOTT-SCHAUENDE" will mit dem Kopf seiner
"Anschauung" durch die Wand der Transzendenz.



[62] "KULTURPOLITIK" - ?
Kulturell beeinflusste Politik? – JA.
Politisch beeinflusste Kultur? – NEIN.



[63] Alles vor Kritik Geschützte knechtet uns.



[64] Die FREIHEIT hat keinen Selbsterhaltungstrieb.



[65] Die p e r n i z i ö s e V e r n u n f t l o s i g k e i t
ihres Verhaltens droht den vorzeitigen
Untergang der Menschheit herbeizuführen.



[66] Die Menschen haben bislang nicht gelernt, das
zweischneidige Damokles-Schwert des Geistes
gefahrlos zu handhaben.



[67] Die Menschen haben den WELTFRIEDEN so lange für
u t o p i s c h gehalten, bis er jetzt die
einzige Voraussetzung ihres blossen Weiter-
Vegetierens geworden ist.



[68] Die Menschen haben die Welt jetzt so eingerichtet,
dass man weit eher zu seinen ACHT BRETTERN
als zu seinen VIER WÄNDEN kommen kann.



[69] Menschen sind Wesen, die äusserst verständige Mittel
erfunden haben, um sie zu äusserst vernunft-
widrigen Zwecken zu verwenden.



[70] MENSCHEN sind Wesen, die k l ü g s t e M i t t e l
erfunden haben, um sie zu t ö r i c h t e s t e n
Z w e c k e n zu verwenden.



[71] Die MENSCHEN sind leider meistens geneigt,
von der K l u g h e i t d e r M i t t e l
auf die W e i s h e i t d e r Z w e c k e
zu schliessen.



[72] Wo die Realität vernunftlos und vernunft-unzugänglich
ist, da ist die Vernunft utopisch.



[73] Viele Fragen ähneln der Frage:
"Ist ein Messer ein nützliches oder ein gefähr-
liches Werkzeug? "



[74] Dass es auf dem HOLZWEG ist, erkennt das HOLZBEIN
viel eher als der HOLZKOPF.



[75] Die Menschheit droht an ihrer Unfähigkeit,
den VERSTAND in den Dienst der VERNUNFT zu
stellen, zugrunde zu gehen.



[76] Was auf übertriebenen und verallgemeinerten
BINSENwahrheiten beruht, geht mit Recht in
die BINSEN.



[77] Ein verbreiteter Irrtum ist es,
die moralisierende Begleitmusik eines sozio-
logischen Prozesses für seine Ursache zu halten.



[78] Die c h r o n i s c h e B e h e l f s m ä s s i g k e i t
des gesamten Daseins ist das sicherste
Vehikel der F e l l a c h i s i e r u n g.



[79] Der Deutsche müsste den "inneren Lokalanzeiger''
in seiner Seele überwinden.



[80] Das NORMALE ist nicht NORMATIV.



[81] Wäre der Urteilslose wenigstens auch vorurteilslos!



[82] Über der Menschheit hängt das zweischneidige
Damokles-Schwert des Geistes.



[83] Einem Dackel kann man nicht die Hammelbeine
langziehen.



[84] GRÜBELN verscheucht Einfälle.



[85] Vom AUGUSTUS (ΣΕΒΑΣΤΟΣ) zum AUJUST
ist nur ein Schritt.



[86] Wer seinen EXHIBITIONISMUS allzudeutlich INHIBIERT,
der EXHIBIERT seine "INHIBITIONS".



[87] Wer sich die Würmer aus der Nase ziehen lässt,
der lässt sich auch Flöhe ins Ohr setzen.
Und umgekehrt.
Auch Läuse lässt er sich schliesslich in den
Pelz setzen.



[88] SORGEN sind unhygienisch.



[89] Die meisten politischen Probleme sind a limine so
gestellt, dass sie überhaupt nicht allseitig
befriedigend lösbar sind.
Daher dauerndes Hin und Her.
Sie können überhaupt nur definitive Erledigung
finden, indem sie v e r s c h w i n d e n .
Dies ist möglich:
durch Konsumption in einer umfassenden Gesamt-
lösung, oder
durch Erlöschen des Interesses (Gegenstands-
loswerden).



[90] Nicht der EGOismus, die ICHsucht, -
der NOSismus, die WIRsucht
ist das eigentlich Gemeingefährliche
im Menschen,
sofern mit "WIR" irgend eine von der
Menschheit d i s s o z i i e r t e
Menschengruppe gemeint ist.



[91] Jeder Gedanke sollte - unter Vorbehalt - zu
Papier gebracht werden.
Seine 10000ste Verdünnung oder 5fache Kon-
zentration könnte neu und richtig und
wichtig sein.



[92] Lerne dich AALEN ohne dich zu MOPSEN!



[93] Wer zu MÜSSEN glaubt,
MUSS - oft lediglich deshalb - wirklich.



[94] Das DENKEN des Durchschnittsmenschen ist
unbewusster und kurzsichtiger PRAGMATISMUS.
Und der PRAGMATISMUS ist das bewusst in diskursive
Form gebrachte Denken des Durchschnittsmenschen.



[95] Was man sich jetzt an unblutiger CIVIL-COURAGE
ersparen will, wird man später vielleicht
tausendfach an blutigem BATAILLONS-MUT
aufzubringen gezwungen sein.



[96] MUT haben leider meist die Leute, die besser
keinen hätten.



[97] "Das GLÜCK zu erjagen" ist unmöglich;
möglich ist nur: es nicht zu verjagen.



[98] Die Menschen haben immer etwas zu RASSELN.
Entweder mit dem Säbel, oder mit ihren Ketten.
Es ist eine RASSELBANDE.



[99] Der reine Machtstaat erzieht die Jugend zu zuver-
lässigen und missbrauchbaren Gliedern der
menschlichen Gesellschaft.



[100] Könnte ein Redner in einer Massenversammlung die
Kenntnis der Massenpsychologie popularisieren?
Und könnte man den Durchschnittsmenschen
gegen massenpsychologische Mechanismen
r e f r a k t ä r machen?



[101] Sich b e h e l f s m ä s s i g einrichten –
eben das tun die Fellachen auch!



[102] Den Kampf dadurch verMENSCHlichen, dass man ihn
verSACHlicht und entPERSÖNlicht - -



[103] Der so fromm und glaubensstark klingende Satz:
"Hilf dir selbst, so hilft dir Gott!"
weist Gott dieselbe wenig erhabene Rolle
n e b e n der Kausalität zu wie der zynische
Ausspruch:
"Gott ist immer bei den stärkeren Bataillonen".



[104] Der Zwang, sich dauernd in einem bestimmten Sinne
d a r z u s t e l l e n
bringt einen schliesslich davon ab, sich selbst
wirklich zu s u c h e n .



[105] Ein Stoiker würde sagen:
Die Menschen schlagen einander wegen der
άδιάφορα die Schädel ein
und wundern sich dann, dass sie auch die
προηγμένα verlieren.



[106] Die Tat ist das κενοτάφιον der Idee.



[107] Aller endlich erreichte Fortschritt kommt
ZU SPÄT, um den davon erhofften positiven
Segen zu spenden, - und bestenfalls
EBEN FRÜH GENUG, um gerade noch vor der
endgültigen Katastrophe zu schützen.



[108] Bonzentum und Bonzokratie ist eine
– nicht einmal sehr frühe –
Vorstufe des politischen Bestialismus.



[109] Es gibt
ETYMOLOGEN,
ETYMOSOPHEN und
ETYMOMANEN.



[110] Wer EINS nur bringt,
wird KEINEM Rechtes bringen.



[111] Ein verfassungsmässiges Grundrecht auf DENKFAULHEIT
wäre den meisten lieber als das der DENKFREI-
HEIT.



[112] Von der "WÜRDE DER ARBEIT" reden am lautesten die,
die sie in Gestalt von Zwangsarbeit entwürdigen.



[113] Obskurant und Halbbildner unterscheiden sich von-
einander dadurch, dass der eine Opium fürs
Volk, der andere Kaviar fürs Volk zu bieten
hat.
Der Kunstschmuser empfiehlt beides, innig mitein-
ander verrührt.



[114] Der auffällige Affektionswert der Scheinprobleme
schafft den Leitwahn der irrenden Menschheit.



[115] Die Erkenntnistheorie hat es zu tun mit der
TÜCKE DES SUBJEKTS.



[116] Bücher - besonders ältere, - enthalten häufig
am Schluss ein Verzeichnis der DRUCKFEHLER.
Ein DENKFEHLER-Verzeichnis wäre immerhin wichtiger.



[117] Die DUMMHEIT ist eine infinitesimale Angelegenheit.



[118] In Frankreich ist auch die Reaktion geistreich.



[119] Der Halbgebildete hält sein Wissen über das,
worüber er überhaupt etwas gelernt, gelesen
oder gehört hat, für unfehlbar und vollständig.



[120] Vom Prinzipienreiter bestiegen, verwandelt sich
selbst der PEGASOS in eine Art AMTSSCHIMMEL.



[121] Ohne SAVOIR VIVRE gibt es keinen MODUS VIVENDI.
Und
Ohne MODUS VIVENDI hilft kein SAVOIR VIVRE.



[122] Lerne Zähne-Klappern ohne sie zu fletschen!



[123] Fortis ignoratio generat casum.
PARACELSUS, modifiziert.



[124] Der Mensch ist, um ungefährlich zu sein,
für das Ausmass seiner Aggressivität
zu wenig klug
und
für das Ausmass seiner Dummheit
zu wenig gutartig.



[125] Merkwürdigerweise ist "der unermüdliche
Lustsucher MENSCH" kein Lebenskünstler.



[126] INTERVIEWERS
SHOULD NOT BE INTERWEAVERS.



[127] Hinzulernen sollte
der VERSTAND, was ZUTREFFEND ist,
die URTEILSKRAFT, was ZWECKMÄSSIG ist, und
die PHANTASIE, was MÖGLICH ist.



[128] Kritisch Köpfchen wird sich sträuben,
das GEDACHTE gleich zu gläuben.



[129] Bei den meisten Dingen ist
das ZUGRUNDELIEGENDE
längst ZUGRUNDEGEGANGEN.



[130] VIDEANT CONSULES
NE PLUS DETRIMENTI
QUAM BENEFICII
RES PUBLICA CONFICIAT!



[131] Die ZEICHEN DER ZEIT
verdanken wir
dem ZAHN DER ZEIT.



[132] TRUE, -
one is now back on dry land again, -
aber man sitzt auch auf dem Trockenen.



[133] Etwas falsch machen ist leicht;
es richtig zu kritisieren oft schwerer,
als es richtig zu machen.



[134] Der "WELT-ÄTHER", -
diese q u i n t a e s s e n t i a , -
erwies sich als f ü n f t e s R a d
am Wagen.



[135] Wer eine DENK-SCHWIERIGKEIT durch eine
DENK-SCHMIERIGKEIT beheben will,
der hält womöglich DENK-FAULHEIT
auch noch für DENK-ÖKONOMIE.



[136] "VORSICHT! BISSIGES GEWISSEN !"
Psychoanalytische Warnungstafel
für Neurotiker
an der Bewusstseins-Schwelle.



[137] Es gibt zwar einen VOLKSWITZ, -
aber kaum einen VOLKSSCHARFSINN.



[138] Es kommt darauf an,
innerhalb des SELBSTVERSTÄNDLICHEN
das PROBLEMATISCHE zu sehen.



[139] Wir haben
relativ (konditionell) ausgedrückte Erkenntnisse,
die absolut sicher sind,
absolut ausgedrückte,
die relativ sicher sind, und
relativ ausgedrückte,
die relativ sicher sind,
aber keine
absolut ausgedrückten Erkenntnisse,
die absolut sicher sind.



[140] Der Mensch sollte nicht nur lernen
ZU HABEN, ALS HÄTTEN WIR NICHT, -
sondern auch
NICHT ZU HABEN, als HÄTTEN WIR DOCH.



[141] Die gütigste und menschlichste Lehre
wird äusserst gemeingefährlich,
sobald sie
zunächst privilegiert,
dann allein zulässig, und
schliesslich allgemein-obligatorisch wird.



[142] MAGNA EST VIS FICTIONIS
ET PRAEVALEBIT.



[143] Der Politiker ist der Mensch,
der für von ihm angerichtetes Unheil
nicht schadenersatzpflichtig gemacht wird.



[144] LICHTENBERG, -
ins Reflex-Psychologische weitergeführt - :
"Er nieste immer "HATSCHE --- PSUT!", -
so sehr hatte er sich mit der Ägyptologie
beschäftigt.



[145] IRREN ist - zuweilen - h u m a n .


Aphorismen von Karl Döhmann (Druckformat pdf)

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